Der Zauber des Salzes

Salz bring Leben in die Küche, es hat vielen Regionen Reichtum beschert und sich auch in Magie und Volksglauben seinen Platz gesichert. Diesen Artikel widmen wir ganz dem kristallinen Wundermittel.

Was ist Salz?

Eigentlich gibt es nicht das Salz. Salze sind chemische Verbindungen, die aus Kationen und Anionen aufgebaut sind und aufgrund der ionischen Bindung zusammenhalten. Da sie ein Ionengitter bilden, haben sie – anders als Zucker – spröde Kristalle, die harte Bruchkanten bilden. Die meisten Salze sind wasserlöslich. Salze können aus  unterschiedlichen Stoffen bestehen. Das bekannteste Salz ist sicherlich Kochsalz, welches aus Natrium und Chlor besteht, doch darüber hinaus gibt es noch unzählige weitere organische und anorganische Verbindungen, die Salze bilden. Im Folgenden beziehen wir uns jedoch ausschließlich auf das allgemein hin als Salz bekannte Produkt, sei es in Form von Himalaya-Kristallsalz, Totes Meer-Salz oder ähnliche bekannte Varianten.

Salz - Eine Schale mit weißem Salz, dahinter eine mit rosafarbenem Salz.

Salz in der Geschichte

Das Salz in der Suppe – dieses bekannte Sprichwort erinnert uns an die große Bedeutung von Salz. Während das Würzmittel heutzutage im Überfluss vorhanden ist, sodass es häufig mehr Schaden als Nutzen anrichtet, war es früher eine besonders wertvolle Zutat, die dem Essen einen feinen Geschmack verlieh und zur Haltbarmachung verwendet werden konnte. Letzteres war in Zeiten ohne Kühlschränke und Gefriertruhen nicht immer so einfach. Gerade wenn Lebensmittel über eine längere Strecke transportiert werden mussten, bot sich das Pökeln, also das Einlegen in Salz, an. Dies entzog den Nahrungsmitteln Wasser, welches für das Verderben der Lebensmittel nötig ist. Ist es nicht vorhanden, verlängert sich die Haltbarkeitsdauer, was wiederum die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln verbesserte.

Warum Salz in der Küche nicht fehlen sollte

Heutzutage hört man häufig, wie wichtig es sei, auf eine salzarme Ernährung zu achten. Dabei ist salzarm jedoch relativ. Fertignahrung enthält oft sehr viel Salz und Fett, welches auch nicht immer von der besten Qualität ist. Ein hoher Konsum solcher Produkte führt häufig zu gesundheitlichen Problemen, die jedoch nicht einzig und allein auf das Salz zurückzuführen sind. In einer ausgewogenen Ernährung, die größtenteils aus frischen Produkten besteht, ist Salz ein wertvoller Inhaltsstoff, der – in Maßen genossen – dem Körper guttut.

Salz zum Wohlfühlen

Nicht nur in der Küche macht Salz sich gut. Es spielt auch im Wellness-Bereich eine wichtige Rolle. Lampen aus Salzkristall beispielsweise geben negative Ionen ab, wenn sie erwärmt werden. Diese gleichen ein zu viel an positiven Ionen in der Raumluft aus, das beispielsweise durch Elektrosmog entstehen kann. Zudem wirkt das orangerote Licht beruhigend und entspannend. So einfach kann Wellness sein. Doch Salz kann noch mehr. Genau wie Zucker eignet es sich hervorragend, um ein effektives Peeling selber zu machen. Auch die sogenannte Salzseife sollte ihren festen Platz in der persönlichen Körperpflege haben. Badesalze oder Badebomben sind ebenfalls schnell und einfach selbst gemacht und können perfekt mit den wunderbaren Eigenschaften ätherischer Öle kombiniert werden.

Badesalz selber machen

Ein herrliches, wohltuendes Badesalz lässt sich ganz einfach selbst machen. Idealerweise machst du es vor jedem Bad frisch, damit die ätherischen Öle nicht verfliegen. Solltest du einmal zu viel gemacht haben, hält es sich jedoch problemlos in einem gut verschlossenen Glas für einige Wochen. Dieses Rezept ist ausreichend für ein Vollbad für eine erwachsene Person und lässt sich ohne viel Aufwand herstellen.

Zutaten:

  • 4 EL Salz (Himalayasalz oder Totes Meer – Salz ist ideal, aber jedes andere Salz, welches du in der Küche verwendest, ist auch in Ordnung)
  • 1 EL Olivenöl (alternativ Mandel- oder Traubenkernöl)
  • 4 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

Vorgehensweise:

  • Nimm dir ein leeres, sauberes Schraubdeckelglas
  • Fülle das Olivenöl ein und gibt das ätherische Öl oder eine Mischung ätherischer Öle hinzu (achte dabei auf mögliche Kontraindikationen)
  • Gib das Salz hinzu und verrühre die Zutaten gut
  • Du kannst das Badesalz sofort verwenden oder einige Stunden ziehen lassen, damit sich die Aromen noch besser entfalten können
  • Gib den kompletten Inhalt des Glases in das Badewasser und verrühre es gut
  • Genieße dein Bad
  • Sei beim Aussteigen aus der Badewanne vorsichtig, da diese durch das Öl rutschig sein könnte

Wenn du kein Öl verwenden möchtest

Eine einfache Alternative ohne Öl ist es, zunächst das Salz pur in die Badewanne zu geben und etwas Hydrolat nach Wahl hinzuzufügen.

Peeling für die Füße

Ähnlich wie das Badesalz kannst du auch ein wohltuendes Peeling für die Füße herstellen. Dafür benötigst du folgende Zutaten:

  • 4 TL Salz
  • 1 TL Olivenöl oder ein anderes Trägeröl
  • 2 Tropfen ätherisches Zitronenöl
  • 1 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Verrühre zunächst das Trägeröl mit den ätherischen Ölen und gib dann das Salz dazu. Statt Salz kannst du übrigens auch braunen Zucker nehmen, dann ist das Peeling etwas sanfter.

Trage die Mischung mit kreisenden Bewegungen auf die Füße aus. Übe dabei festen Druck aus, der sich aber jederzeit angenehm anfühlen sollte. Du kannst auch das Peeling über längere Zeit (z.B. über Nacht) einwirken lassen, indem du es auf die Füße aufträgst und alte Socken überziehst. Wenn du mit dem Peeling auf den Füßen und den Socken darüber umhergehst, stellt sich ein leichter Massageeffekt ein. Spüle je nach gewünschter Anwendungsdauer die Füße anschließend unter der Dusche mit klarem Wasser gut ab.

Peeling für das Gesicht

Um ein Gesichtspeeling selbst herzustellen, kannst du wie bei dem Fuß-Peeling vorgehen, allerdings benötigst du für Gesicht und Dekolleté etwas weniger von den Zutaten:

  • 2 TL Salz oder braunen Zucker
  • 1 TL (knapp bemessen) Mandelöl oder anderes Trägeröl
  • 1 Tropfen ätherisches Ylang-Ylang-Öl (alternativ Palmarosa oder Rosengeranie)

Trage das Peeling mit sanften, kreisenden Bewegungen vorsichtig auf Gesicht und gegebenenfalls Dekolleté auf. Anschließend spülst du es einfach mit klarem Wasser ab.

Salz und Magie

Natürlich darf Salz auch in keinem magischen Haushalt fehlen. Es ist wichtiger Teil von Reinigungs- und Schutzritualen und kann genutzt werden, um das Element Erde zu verkörpern.