Die Magie der Duftlampen für ätherische Öle

Duftlampen für ätherische Öle sollten in keinem Haushalt fehlen. Warum, erfährst du in diesem Artikel und kannst mithilfe der drei Tipps gleich deine eigene Wellness-Auszeit genießen.

Welche Arten von Duftlampen gibt es?

Wenn du dir eine Duftlampe anschaffen möchtest, stehst du vor einer riesigen Auswahl, die anfangs vielleicht verunsichern kann. Was sind die Unterschiede und worauf sollte man achten? Im Grunde genommen ist der wichtigste Entscheidungsfaktor deine persönlichen Vorlieben. Soll die Aromalampe jedoch bestimmt Funktionen erfüllen, ist es vorab gut zu wissen, was die Unterschiede sind und wie diese sich auswirken.

Duftlampe vs. Diffusor

Der wohl wichtigste Unterschied ist der zwischen Duftlampe und Diffusor. Letztere vernebeln die ätherischen Öle und sind strombetrieben, während Aromalampen die Wasser-Öl-Mischung durch Hitze, die in der Regel von einem Teelicht erzeugt wird, verdampfen. Beide Varianten erfüllen denselben Zweck, weichen jedoch leicht in ihren Vor- und Nachteilen ab.

Ein Diffusor ist beispielsweise ideal, wenn es hauptsächlich um Raumbeduftung geht und der Entspannungseffekt eher zweitrangig ist. Hinzu kommt, dass die ätherischen Öle keiner Hitze ausgesetzt sind, die unter Umständen zu geringfügigen Veränderung des chemischen Profils führen könnte.

Jene Hitze, in anderen Worten, die Kerze, macht jedoch einen wichtigen Teil der entspannenden Wirkung aus. Gerade im Herbst und Winter ist das sanft flackernde Licht eine Wohltat für die Seele. Die Duftlampe kann an jedem Ort genutzt werden, da sie nicht auf Strom angewiesen ist, allerdings sollte die brennende Kerze nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.

Dieser Artikel bezieht sich im Folgenden auf Duftlampen.

Die Schale

Wenn du dir unterschiedliche Duftlampen anschaust, wirst du feststellen, dass manche eine sehr große Schale haben, andere wiederum eine eher kleine. Manche Schalen sind abnehmbar, andere sind fest in die Duftlampe integriert. Macht die Art der Schale also einen Unterschied?

Abhängig von der Größe der Schale benötigst du mehr oder weniger ätherisches Öl. Bei einer kleinen Schale musst du natürlich eher aufpassen, dass immer ausreichend Wasser darin vorhanden ist. Insbesondere für kleine Räume und kurze Nutzungszeiten ist eine kleine Schale aber gut geeignet. Hier sind meistens ein oder zwei Tropfen ätherisches Öl ausreichend. Möchtest du deine eigenen Kompositionen aus drei oder mehr Ölen zusammenstellen, empfiehlt sich daher eine Aromalampe mit größerer Schale.

Abnehmbare Schalen haben den Vorteil, dass sie sich leichter reinigen lassen und gegebenenfalls ausgetauscht werden können, falls sie kaputtgehen oder zu stark verschmutzt sind. Zudem können sie auch gut zweckentfremdet werden, wenn du die Duftlampe nicht nutzt.

Das Material

Duftlampen gibt es aus vielen verschiedenen Materialien, das jedoch in den meisten Fällen keinen Einfluss auf ihre Wirkung hat. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Salzkristall-Aromalampen. Durch die vom Teelicht erzeugt Wärme werden negative Ionen freigesetzt, die sich positiv auf das Raumklima auswirken.

Die Duftlampe richtig nutzen

Im Grunde ist die Nutzung der Duftlampe so einfach und selbsterklärend, dass es keinen weiteren Instruktionen bedarf. Allerdings gibt ein paar Dinge, die es sich lohnt zu beachten, wenn man ein wohltuendes Ambiente für entspannte Momente schaffen möchte.

Die Wahl der Duftöle

Wenn du einen positiven Effekt auf dein Wohlbefinden erzielen möchtest (im Gegensatz zur reinen Raumbeduftung, um beispielsweise unangenehmen Gerüchen entgegenzuwirken) ist es wichtig, auf 100 % naturreine ätherische Öle zurückzugreifen. Häufig wird die Bezeichnung Duftöl synonym mit ätherischem Öl benutzt, doch genau genommen bezeichnen sie unterschiedliche Dinge.

  • Duftöle sind ganz oder teilweise synthetisch hergestellt. Das bedeutet, dass sie sich von ihrer chemischen Zusammensetzung von naturreinen ätherischen Ölen unterscheiden, auch wenn der Duft ähnlich ist. Duftöle haben den Vorteil, dass sie in der Regel günstiger als ätherische Öle sind und es eine Vielzahl an Düften gibt, die sonst nicht in dieser Form erhältlich wären. Jedoch haben sie den Nachteil, dass sie nicht dieselbe Wirkung wie ätherische Öle verfügen. Viele Menschen reagieren zudem empfindlich auf synthetische Duftöle, die bei ihnen unter anderem Kopfschmerzen hervorrufen können.
  • Natürliches ätherisches Öl bezeichnet das Produkt, welches aus Pflanzen gewonnen wird, wobei dieses jedoch mit anderen ätherischen Ölen gestreckt sein kann, um beispielsweise ein gleichmäßigeres Ergebnis zu erzielen, kostengünstiger zu produzieren oder Qualitätsdefizite auszugleichen. So kann beispielsweise Lavendelöl mit Lavandin-Öl gemischt werden, um ein günstiges, gut verfügbares Produkt zu erhalten. Wenn es lediglich um den Duft geht, spielt es keine große Rolle, ob das eigentliche Öl auf diese Weise gestreckt wurde, geht es jedoch um die therapeutische Wirkung, ist es wichtig ein 100 % naturreines ätherisches Öl zu verwenden.
  • 100 % naturreines ätherisches Öl stammt komplett von der angegebenen Pflanze und wurde nicht gestreckt. Eine Ausnahme bildet hier das Dilute, bei dem das ätherische Öl mit Alkohol oder Pflanzenöl gemischt wurde, um ein kostengünstigeres Produkt anbieten zu können oder ein besonders zähes ätherisches Öl besser dosierbar zu machen. Das ätherische Öl an sich ist jedoch nicht gestreckt oder verändert.

Alternativ zu einem ätherischen Öl kannst du dir auch Duftwachs kaufen. Duftwachs oder Wax Melts sind besonders einfach in der Handhabung. Einfach das Wachsstück in die Schale der Duftlampe legen, Kerze anzünden, fertig. Das Wachs kann so lange in der Schale verbleiben, wie alles aufgebraucht ist. Duftwachs gibt es in vielen verschiedenen Sorten zu kaufen, einzelne Düfte ebenso wie Duftmischungen. Auch hier sollte man darauf achten, welche Art Duftöl beziehungsweise ätherisches Öl verwendet wurde.

Die Anwendungsdauer

Ideal ist eine Anwendungsdauer von 20 bis 30 Minuten, damit kein Gewöhnungseffekt eintritt, der dazu führt, dass man den Duft gar nicht mehr wahrnimmt. Eine längere Anwendungsdauer schadet in der Regel nicht, hat allerdings auch keinen positiven Nutzen. Wenn du deine Wohlfühl-Auszeit auf einen längeren Zeitraum ausdehnen möchtest, kannst du die Duftlampe nach einer Pause von rund 20 Minuten erneut in Gang setzen.

Egal wie lange du deine Aromalampe in Gang hast, achte in jedem Fall darauf, dass in der Schale immer genug Wasser ist. Andernfalls kann es passieren, dass sich die Rückstände des Wassers und der ätherischen Öle einbrennen und die Schale nur schwer zu reinigen ist.

Die Dosierung

Je nach Größe der Duftschale benötigst du ungefähr ein bis fünf Tropfen. Bitte bedenke, dass bei ätherischen Ölen weniger oft mehr ist. Fange also bei kleinen Schalen mit einem Tropfen an, bei größeren mit drei bis fünf. Schnell wirst du feststellen, ob dir die Intensität ausreicht oder du mehr Tropfen hinzufügen möchtest. Manche ätherischen Öle haben zudem einen sehr penetranten, klaren Duft, der bereits in kleinen Dosierungen den Raum vollends erfüllt. Andere ätherische Öle sind in dieser Hinsicht etwas subtiler. Auch macht es einen Unterschied, ob du eine Kopf,- Herz- oder Basisnote verwendest. Kopfnoten entfalten ihren Duft sehr schnell, verfliegen aber auch genauso rasch. Basisnoten benötigen etwas Zeit, um vollends zur Geltung zu kommen, halten dafür aber auch länger vor. Ideal ist eine Mischung aus allen drei Noten.

Drei Tipps für eine dufte Wohlfühl-Zeit

1. Schaffe dir dein Ritual

Ein Ritual hilft dir, abzuschalten. Je häufiger du einen bestimmten Ablauf oder bestimmte Gegenstände verwendest, signalisierst du deinem Unterbewusstsein, dass jetzt Zeit für Ruhe und zum Genießen ist. Spiele beispielsweise zu Beginn deiner Auszeit immer die gleiche Musik, ziehe dir deine Wohlfühlsocken an oder meditiere.

Du kannst dein Ritual auch ausschließlich um die Duftlampe gestalten. Setze dich gemütlich hin, rieche am ätherischen Öl, bevor du es in die Schale träufelst und nimm dann das Anzünden der Kerze bewusst wahr. Achte darauf, wie die ersten Duftnoten die Raumluft erfüllen.

Wenn dein Ritual einzig um die Duftlampe aufgebaut ist, nutze sie am besten nur für eben dieses Ritual beziehungsweise deine Auszeit.

2. Nutze die Duftlampe nicht zu oft

Lass deine Duftlampe Teil von etwas Besonderem sein. Je öfter du sie nutzt, desto mehr wird sie Teil deines Alltags und weniger Symbol einer Auszeit von diesem. Wenn du dir eine solche täglich gönnst, spricht natürlich nichts dagegen, auch die Duftlampe täglich einzusetzen.

3. Wähle den Duft mit Bedacht

Ätherische Öle riechen nicht nur gut, ihr Duft hat auch eine bestimmte Wirkung. So können sie beispielsweise entspannen, die Konzentration fördern oder die Stimmung aufhellen. Befasse dich am besten vorab mit der Wirkung des Öls oder der Öle, die du in Erwägung ziehst, damit du diese gezielt einsetzen kannst. Achte auch auf mögliche Kontraindikationen.