Räucherpflanzen kennenlernen – Wissensschatz Märchen

Räucherpflanzen kennenlernen

Welche Kräuter nimmt man zum Räuchern und wann? Solche Fragen hast du dir sicherlich auch schon gestellt. Gerade am Anfang, wenn man die ersten Schritte in der Welt des Räucherns macht, füllt häufig eine Mischung aus Neugier und Verwirrung den Kopf.

So liest man von Räucherungen zu den Jahreskreisfesten, zu bestimmen Themen oder um Aura und Haus zu reinigen. Woher weiß man da, mit welchen Pflanzen geräuchert wird?

Der Einstieg in die Materie

Die gute Nachricht vorab – es gibt im Grunde keine festen Regeln. Was allerdings die Sache nicht unbedingt einfacher macht.
Gerade für Anfänger ist es zunächst am einfachsten, sich die nötigen Informationen aus Fachbüchern zu suchen oder auf fertige Räuchermischungen zurückzugreifen.
Das ist natürlich gut und richtig, aber wer sich auf Dauer intensiver mit dem Räuchern befassen möchte, wird sich bei dieser Auswahl irgendwann eingeengt fühlen.

Buchempfehlungen

Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern

Rätsch, Christian: Räucherstoffe – der Atem des Drachen

Räucherpflanzen kennenlernen - viele gelbe Johnanniskrautblüten

Die Pflanzen kennenlernen

Räuchern und die Wahl der Räucherpflanzen kann ein durchaus dynamischer Prozess sein, der in kein Buch der Welt passt. Daher ist es wichtig, die Pflanzen selbst kennenzulernen.

Wenn du mit ihrem Charakter und ihren Wirkungen vertraut bist, wird es dir leicht fallen, eine Entscheidung zu treffen, womit du an bestimmten Tagen oder in bestimmten Situationen räucherst.

Doch wie lernt man nun Pflanzen kennen? Auch hier ist ein Fachbuch ein guter Ausgangspunkt, doch es gibt noch eine weitere literarische Quelle, die hervorragend geeignet ist – und zwar Märchen.

Wissensschatz Märchen

Märchen haben viele unterschätzte Vorteile, wenn es darum geht, Räucherwissen zu sammeln.
  • Sie enthalten altes Wissen, welches im Rahmen der Verstädterung und Technisierung unseres Lebens verloren ging
  • Sie haben häufig einen direkten Bezug zu Spiritualität und der geistigen Welt, wie auch zu den Festen und Themen, zu denen wir räuchern
  • Häufig gibt es auch regionale Märchen und Sagen, die wertvolle Informationen zu den hiesigen Pflanzen und Bräuchen liefern
  • Das Wissen ist in Geschichten verpackt, die es uns einfacher machen, die Informationen im richtigen Kontext zu behalten.

– Altes Wissen – 

Räuchern und der Umgang mit Pflanzen gehören schon seit Jahrtausenden zum menschlichen Alltag dazu.

In den letzten Jahrzehnten hat die Verstädterung, Technisierung und der Einsatz von Maschinen jedoch stark zugenommen, was nicht zuletzt auch dazu geführt hat, dass immer weniger Menschen direkten Umgang mit der Natur haben.

Dadurch ist nicht nur Wissen verloren gegangen, sondern auch die Verbindung zur Natur und ihren Wesen.

Viele Pflanzen wurden aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt, genauso wie Elementarwesen, die in Symbiose mit der Natur leben, ja ein wichtiger Teil von ihr sind.

Das hat dazu geführt, dass viele Menschen gar nicht mehr die Möglichkeit haben, die Natur so kennenzulernen, wie es noch unsere Vorfahren konnten.

Während ihre sachlichen Berichte abgetan werden mit der Begründung, dass man für manche Phänomene damals einfach keine bessere Erklärung hatte und heute ja viel fortgeschrittener sei, konnte das Wissen versteckt in Märchen überleben. Denn Märchen gelten für gewöhnlich nicht als Wissensquelle, sondern als Unterhaltung.

Natürlich muss dazu gesagt werden, dass sich nicht jedes Märchen eignet, denn es gibt auch moderne Märchen, die reine Erzählungen sind. In sehr vielen – auch modernen – steckt jedoch ein sehr wahrer Kern.

– Direkter Bezug zur Spiritualität –

Ein weiterer Vorteil von Märchen ist, dass “spirituelle” Wesen, also Naturwesen, Elementare und wie sie alle heißen, eine zentrale Rolle spielen.

Auch wenn die Namensgebung etwas verwirrend sein kann (wie es beispielsweise bei Feen und Elfen der Fall ist), solche Wesen sind real – zumindest für viele von uns.

Während der Meditation oder dem Räuchern, aber auch beispielsweise bei ruhigen Spaziergängen, können wir ihnen begegnen.

In Märchen können wir mehr über sie, ihren Charakter und ihr Auftreten lernen. Das hilft uns auch, respektvoller in der Natur zu verweilen.

Neben den Wesen spielen häufig auch bestimmte Tage im Jahr oder Themen wie Schutz und Wandlung eine wichtige Rolle in Märchen.

Der Jahreskreis erfreut sich immer größerer Beliebtheit, was sicherlich auch damit zusammenhängen kann, dass sich viele Menschen wieder mehr Verbindung zur Natur wünschen, denn letztlich sind wir ein Teil von ihr.

Der Jahreskreis lehrt uns, mit dem Rhythmus der Natur zu leben und somit auch zu unserem eigenen zurückzufinden.

– Regional –

Es gibt viele regionale Märchen, Sagen und Mythen, die auf die Besonderheiten der Gegend eingehen. So verraten sie uns – oder warnen vor – magischen Orten, die man zu gewissen Zeiten vielleicht besser meiden sollte und erzählen von speziellen Bewohnern der Umgebung.

Genauso helfen sie uns dabei, Räucherpflanzen kennenlernen, die in der Gegend wachsen. Dies können Pflanzen sein, die auch überregional vorkommen oder aber sich vor allem in einem bestimmten Gebiet befinden.

Dieses Wissen kann sehr wertvoll sein, denn gerade solche Pflanzen sind häufig als Räucherpflanzen bestens geeignet.

Die Natur verfügt schließlich über eine eigene Intelligenz, und so wachsen an einem Ort Pflanzen, die dieser – oder die Lebewesen, die dort wohnen – aus einem bestimmten Grund benötigt.

Dies kann von Jahr zu Jahr variieren und dir dadurch auch gute Hinweise geben, mit welchen Pflanzen du dich näher befassen solltest.

– Bessere Erinnerung –

Wissen in Geschichten zu verpacken, ist wie eine Eselsbrücke. Es macht es leichter, das ganze Wissen zu behalten und schnell abrufen zu können. Probier es ruhig einmal aus und lies ein Kräutermärchen aufmerksam.

Lies auch in einem Sachbuch über die Pflanze und vergleiche, was dir einen besseren Eindruck gegeben hat und was du dauerhaft leichter behalten kannst. Häufig wird es das Märchen sein.

Räucherpflanzen kennenlernen kann so zu einem sehr unterhaltsamen Unterfangen werden.

Ein Beispiel

Das Märchen “Der Zauber in der Midsommarnacht” von Larissa Tjärnväg (aus Kalle-Nisses Träume und Erzählungen – Juni) liefert uns eine Fülle von spannenden Informationen rund um Kräuter, magische Wesen, Jahreskreisfeste und sogar Portale.

Höre es dir an, und schau, was du für dich mitnehmen kannst.

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Solltest du es dir daher nicht auf YouTube anschauen wollen, findest du es hier auf Facebook. Ansonsten kannst du es natürlich auch in Kalle-Nisses Träume und Erzählungen – Juni selbst nachlesen.

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  • Was fällt dir in diesem Märchen in Bezug zu Räucherpflanzen kennenlernen auf?
  • Welche Pflanzen werden genannt und wofür werden sie verwendet?
  • Wo werden sie gefunden und wie kann dir dies vielleicht beim Räucherpflanzen kennenlernen helfen?
  • Zu welcher Zeit spielt das Märchen (also wann verfügen die genannten Pflanzen über die beschriebene Wirkung)?
  • Welche Traditionen oder besondere Zeiträume werden erwähnt?

Wie entstehen Märchen?

Räucherpflanzen kennenlernen anhand von Märchen kann sehr unterhaltsam sein. Doch wie sind eigentlich die Märchen entstanden?

Zum einen gibt es alte Märchen, hier seien vor allem die Gebrüder Grimm genannt, die alte Volkserzählungen niedergeschrieben haben und deren Werke bis heute der Klassiker schlechthin in diesem Metier sind.

Wie der Name Volkserzählungen besagt, sind es Geschichten, die von Generation zu Generation in vielen Familien, auf Festen und Zusammenkünften erzählt wurden. Häufig ähneln sich solche Erzählungen, was zum einen daran liegt, dass sie über sehr lange Zeit nur mündlich überliefert wurden und sich so aus einer “Kerngeschichte” verschiedene Varianten herausgebildet haben.

Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Menschen überall auf der Welt ähnliche Erfahrungen gemacht haben. So kennen beispielsweise die Ureinwohner Nordamerikas Geschichten über Zwerge, die den unseren Erzählungen gar nicht so unähnlich sind. Diese Erfahrungen und das Wissen um die Natur und all ihre Bewohner wurde in den Geschichten und Erzählungen festgehalten.

Neben ihrem Zweck als Unterhaltung können sie schließlich auch zur Weitergabe von Wissen und Werten dienen. Hast du dich schon einmal gefragt, warum wir auch heute noch so gerne unseren Kindern Märchen erzählen oder vorlesen?

Bei neueren Märchen ist es häufig ähnlich. Die Autoren bauen ihre Geschichte auf alte Überlieferungen auf oder binden ihre eigenen Erfahrungen mit ein. Natürlich gilt dies nicht für jedes Märchen, aber du wirst sicherlich schnell merken, in welchen ein wahrer Schatz für dich ruht.