Wintersonnenwende (21.12.)

Ein Gastbeitrag von Daniela Rotter

Eckdaten zum Jahreskreisfest:

Die Farbe dieses Jahreskreisfestes ist das schöne dunkle Blau, das auch den Nachthimmel ziert.

Die Pflanzen und Bäume dieses Festes sind Apfel, Salbei, Zeder und Fichte.

Das Tier des Jahreskreisfestes ist der Hirsch in seiner Verkörperung des Göttlichen.

Der Kristall dieses Festes ist der Rubin.

Hintergründe zum Jahreskreisfest:

Zur Wintersonnenwende ist die Nacht länger als der Tag, es scheint sogar fast so, als würde die Nacht nie enden und mitten in dieser Dunkelheit kämpft sich ein Lichtfunken in den Vordergrund. Wir feiern heute die Wiedergeburt des Lichts und damit auch das Versprechen, dass es einen weiteren Frühling geben wird.

Die Tiere halten Winterschlaf und die Menschen haben sich in ihre Häuser und Wohnungen zurückgezogen. Wir sitzen vor unseren Adventskränzen, die uns das Versprechen geben, dass das Licht immer wiederkehrt und dass das Leben ein unaufhaltsamer Kreislauf ist.

Die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen der Weiblichkeit in all ihren Facetten. Zu Weihnachten zollen wir der Mutter unseren Respekt, die neues Leben hervorbringt und in den Raunächten besinnen wir uns auf die weibliche Urkraft. Bei den Kelten waren diese Tage die Tage der Priesterinnen und Heilerinnen.

Die Wintersonnenwende läutet auch die Rauhnächte ein und damit eine ganz besonders magische Zeit. Daher eignet sich diese Nacht ganz wunderbar dafür, sich schon einmal Gedanken darüber zu machen, was im alten Jahr bleiben soll und was wir mitnehmen wollen ins neue Jahr.

Ritual zum Jahreskreisfest:

Du brauchst: Eine etwas größere Kerze (z.B. eine Duftkerze) und 12 kleinere Kerzen (z.B.
Teelichter), 13 Zettel und einen Stift, leise Musik und eine kleine Box.

Stell die größere Kerze in die Mitte und rundherum in einem Kreis die 12 kleineren Kerzen. Die Kerze in der Mitte steht für das Jahr an sich und die 12 anderen jeweils für einen Monat.

Entzünde dann alle Kerzen und schau den Flammen ein paar Minuten beim Tanzen zu. Atme 4x tief ein und aus. Lass alles ziehen, was dich gerade beschäftigt. Lausche deinem Atem, spür deinen Herzschlag, wie er mit jeder Sekunde ruhiger wird.

Wenn du ganz bei dir angekommen bist, denke in Ruhe darüber nach, was du dir für das neue Jahr wünscht. Ein jeder Wunsch darf sein, es gibt kein richtig oder falsch, du kannst dir alles wünschen, achte nur darauf, dass es eine Balance gibt. Es ist vollkommen in Ordnung, sich etwas Materielles zu wünschen, aber eben nicht nur. Schreibe dann 13 Wünsche für das nächste Jahr auf die 13 Zettel auf und lege zu jeder Kerze einen Zettel. Denk nicht viel darüber nach, welcher Wunsch zu welchem Monat passen könnte, lass dich einfach von deiner Intuition leiten.

Wenn das geschehen ist, schau noch eine Weile den Flammen beim Tanzen zu und gib dem Universum etwas Zeit, deine Wünsche aufzunehmen.

Wenn es sich für dich richtig anfühlt, kehre zurück ins Hier und Jetzt in dem du 4x tief ein uns aus atmest. Dann schreibe auf die Rückseite deiner Zettel jeweils die Zahl des Monats, den die Kerze symbolisiert, bei der der Zettel lag. Zum Schluss lege alle Zettel in eine Box und lösche die Kerzen.

Nächstes Jahr zur Wintersonnenwende nimm die Zettel aus der Box und schau, welche Wünsche sich erfüllt haben. Gab es einen Zusammenhang bei Wunsch und Monat?

Daniela Rotter ist Achtsamkeits- und Entspannungstrainerin, Aromaberaterin und Kreativpädagogin. Mehr über sie und ihre Tätigkeit – vor allem den  Meditativen Frauenzirkel – erfährst du auf ihrer Website:

Meditativer-Frauenzirkel (webnode.at)

Wenn du das passende Räucherwerk für deine Wintersonnenwend-Zeremonie suchst, empfehlen wir dir die Jahreskreis-Räucherung Yule (hier klicken).